Our optimized layout for mobile devices is currently under development

herpistolgo logo
Location Icon

Vienna

Donnerstag, der 27. Juli 2017

In den schnelllebigen Zeiten von Social Media, Messenger Apps, Instagram Stories, Snapchat und Co. wird nichts so groß geschrieben wie die Unverbindlichkeit. Man hat scheinbar endlose Möglichkeiten, und kommunizieren ging noch nie so einfach wie heute. Eine Sache bleibt dabei leider auf der Strecke: die Verpflichtung beziehungsweise der Wille, sich auf etwas festzulegen.

Es geht um wie ein Virus und ist bereits in meinem Freundeskreis angekommen. Auch ich beginne mich dabei zu ertappen und versuche mich immer wieder zu ermahnen: Man lädt Freunde ein, möchte gemeinsam Zeit verbringen – die Beteuerungen, dass man sich ohnehin viel zu selten sieht, sind fast schon obligatorisch. Die Antworten, die man dann durch die Bank hinweg bekommt, sind meist ähnlich:
„Ich weiß noch nicht genau“
„Ich bin wahrscheinlich noch woanders, aber vielleicht komme ich nach“
„Ich kann es dir erst spontan sagen“

Spontan und vielleicht…die Worte einer Generation die unfähig ist, sich auf etwas festzulegen? So unverbindlich wie möglich ist das Ideal. Es war ja auch noch nie so einfach „spontan“ mal abzusagen, wenn man sich doch nicht nach einem Treffen fühlt, wie heute. Es war auch noch nie so schwer, gemeinsam mit Freunden etwas zu planen.

Annika_Herpistolgo_Led_Zepplelin_Balanciaga_Output-2

Aber nicht nur bei einfachen Dingen wie einem Treffen wird diese Unverbindlichkeit gelebt, nein. Auch in Sachen Ausbildung, Beziehung, Job greift dieses „Virus“ um sich. Wird die Beziehung zu mühsam, kann man sich einfach nach einer neuen „anderen Hälfte“ umsehen. Wird die Ausbildung anstrengend, kann man sich vielleicht doch noch umorientieren und irgendeinem anderen Interesse nachgehen. Ein Ziel zu verfolgen und dabei zu bleiben, das wären die eigentlichen Qualitäten, nach denen wir streben sollten.

Und vielleicht würden wir uns allen viel innerlichen Stress und Frust ersparen, wenn wir uns dessen einmal bewusst würden. Es ist der erste Schritt. Versucht selbst nicht „infiziert“ zu handeln, sprecht mit euren Freunden darüber oder zieht aber auch die Konsequenz daraus, wenn ihr in eurem Umfeld Personen habt, die eure Zeit nicht schätzen. Dann könnt ihr eure Zeit vielleicht auch sinnvoller einsetzen, als zu versuchen eben jenen Personen ständig ihre „spontanen“ Ausreden nachzusehen.

Natürlich gibt es auch positive Beispiele. Ich kenne einige Paare, die jahrelang zusammen sind, durch Höhen und Tiefen gemeinsam gehen und an ihrer Beziehung festhalten. Ich habe Freunde, die mit Ehrgeiz für ihren Traumjob kämpfen und alles dafür tun. Oder einfach die Menschen in meinem Leben, die auf „Kommst du am Samstag vorbei?“ nicht mit „Ich weiß es noch nicht.“, sondern mit „Ja, klar!“ antworten.

Annika_Herpistolgo_Led_Zepplelin_Balanciaga_Output-4

Annika_Herpistolgo_Led_Zepplelin_Balanciaga_Output-3

Ich trage:

T-Shirt: Led Zeppelin T-Shirt via Brandy Melville
Rock: AllSaints
Schuhe: Balenciaga
Sonnenbrille: Oliver Goldsmith Manhattan 1960 (Das Modell, welches Audrey Hepburn in „Frühstück bei Tiffany“ trägt.)

0 Kommentar


Add your comment